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Generation 50 plus - passt in keine Schublade

So ist es verständlich, dass Unternehmen und Dienstleister verstärkt Werbung für diese Zielgruppe anbieten möchten.Das Problem? Die Zielgruppe Generation 50 plus möchte nicht als 'Zielgruppe' gesehen werden. Kein noch so charmant klingender Name gefällt, keine Schublade passt. Wie also sprechen Sie die Generation 50 plus am besten an?Es versteht sich von selbst, dass mit dem Begriff 'Senior' überhaupt niemand glücklich ist – weder mit 70 noch mit 90. Senior, das klingt nach Staub, Altersschwäche und Erbsen und Möhren aus der Dose, zugedeckt mit Tütensauce, das Ganze als halbe Portion mit dem Namen 'Seniorenteller'. Wer kann dazu schon ja sagen?Auch der Begriff 'Rentner' ist tabu, ob rüstig oder nicht. Zum einen ist nicht jeder ein Rentner und die Generation 50 plus erst recht nicht, denn die hat ja noch gute 15 Jahre vor sich bis zum Ruhestand.Daher haben sich kreative Köpfe viele Gedanken um hübsche Namen für die Zielgruppe der Generation 50 plus gemacht. Da heißt es 'Best Ager', 'Golden Ager', manchmal auch 'Middle Ager', 'Generation Gold' oder (im englisschsprachigen Raum) 'Mature Consumer'. Doch mit keinem dieser Begriffe kann und will sich ein fitter, junggebliebener Mensch Mitte 50 identifizieren.Und wer möchte in diesem Alter Prospekte über Gehhilfen, Blutdruckmessgeräte und Socken ohne Bündchen durchblättern, wenn er gedanklich doch viel eher die nächste Asienreise plant oder von Job und Enkeln täglich auf Trab gehalten wird?Wie also können Sie nun diese große (und als Zielgruppe mehr als interessante) Käuferschar für sich und Ihre Produkte oder Leistungen gewinnen?Tipp: Nicht mit der Schrotflinte anrücken!Zwischen einer Frau Anfang 50 und einem Mann Anfang 60 liegen Welten, was Ansichten, Erfahrungen, Interessen und Hobbys betrifft. Doch auch eine 60jährige Frau, die ihr Leben lang verheiratet ist und sich um die Kinder und Enkelkinder kümmert, fühlt sich von ganz anderen Dingen angesprochen, als eine 60jährige, die als Single mit einem großen Freundeskreis auf der ganzen Welt unterwegs ist. Das klingt überspitzt, soll aber nur zeigen: Es gibt ihn nicht, den Durchschnitts-über-50-Jährigen.Schauen Sie sich doch mal in Ihrem direkten Bekanntenkreis um – ist dort nicht jeder vertreten? Menschen, die mit Mitte 50 bereits Großeltern sind neben denen, deren ältestes Kind gerade mitten in der Pubertät ist. Kerngesunde, fitte und sportbegeisterte Menschen und Fünfzigjährige, die bereits erste 'Alterskrankheiten' haben. Wenn Sie nun versuchen, diese Individuen über einen Kamm zu scheren, ähnelt das dem Versuch, mit der Schrotflinte ins Schwarze zu treffen: Es mag ein Treffer dabei sein, aber der Streuverlust ist hoch.Überlegen Sie darum nicht so sehr, wie Ihre Zielgruppe aussieht, sondern von welchem Lebensgefühl sich die Generation 50 plus angesprochen fühlt. Was macht sie aus, worin sind sie stark, was macht den Unterschied zu den Vierzigjährigen?Lebenserfahrung und Menschenkenntnis zum Beispiel sind Eigenschaften, die Menschen über 50 haben und mit jedem Lebensjahr weierhin gewinnen. Der Wunsch, ernst genommen zu werden für das, was man erreicht und geleistet hat. Wertschätzung für Bleibendes, eine Abneigung gegen qualitativ minderwertige und somit kurzlebige Produkte. Die Erfahrung, dass man nicht jedem Trend hinterher rennen muss, aber gleichzeitig durchaus der Wunsch, trendbewusst zu sein … Menschen der Generation 50 plus sind tatsächlich 'im besten Alter' und 'reife Personen'. Fangen Sie dieses Lebensgefühl ein und vermitteln Sie in Ihrer Ansprache und Tonalität, dass Sie für Glaubwürdigkeit, Langlebigkeit und persönliche Beratung stehen.Das erfordert ein bisschen Mühe und ist anstrengender, als die bekannten Bilder vom Gebissträger, liebenden Großvater, sportlichen Segler oder Wanderer mit Venenproblemen hervorzuzaubern. Doch als Belohnung können Sie die Generation 50 plus für sich und Ihre Leistungen gewinnen - eine Gruppe, die Kaufkraft mit Konsumfreude vereint – die Anstrengung lohnt sich also. Und übrigens: diese Vorgehensweise können Sie natürlich auf jede Ihrer Zielgruppen anwenden ... bei Schwierigkeiten wissen Sie ja, wie Sie mich erreichen.
WortParade Dorothee Bluhm
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