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Google: Setzen Sie nicht alles auf eine Karte.

Nicht ohne mein Google!

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Oder: Woher kämen Ihre Kunden, wenn es Google nicht gäbe?

Es ist noch nicht so ganz lange her (naja, jeden­falls gefühlt ...), da ver­schanzte ich mich mit diver­sen Büchern – allen voran der alte Brock­haus meiner Eltern, leicht ange­staubt aber mit Gold­schnitt – in meinem Zim­mer, um Refe­rate oder Haus­arbei­ten zu schreiben. Meine Kinder brauchen heute für ein Referat lediglich ihren Com­puter, denn die gesamte Recherche findet über eine bestimmte Such­maschine statt: Google.„Ich kann das auch schnell mal googeln“ heißt es in gruseligem Denglisch, sobald etwas unklar ist (und mein eigener Brockhaus, über Jahre abge­stottert, ver­staubt derweil im Regal …). Natürlich gibt es genug Menschen, die sich einer anderen Such­maschine anver­trauen, doch die über­wiegende Mehrheit googelt sich fröhlich durchs Leben.Besonders Unter­nehmer interes­sieren sich sehr für Google und das Ranking der eigenen Web­seite, denn natürlich soll diese nicht auf Seite zehn vor sich hin dümpeln, sondern von poten­ziellen Kunden bei der Suche sofort gefun­den werden – das ist kein Geheim­nis, oder?Doch nun stellen Sie sich mal aus Spaß folgendes Szenario vor:Google ist kaputt. Oder pleite. Oder wird gehackt und funktio­niert nicht mehr.... was dann?Sagen Sie:a) „Okay, dann be­sorge ich mir meine Infos eben woanders“,b) „Hm, das ist jetzt ein bisschen un­günstig“,c) „Aaaaaaaaaaargh!“ (= totale Panik, weil nun niemand mehr Ihr Unter­nehmen bzw. Ihre Web­seite findet und Sie keine Ahnung haben, wie Sie neue Kunden akquirieren sollen.)?Wenn Sie zu c) tendieren, sind Sie höchst­wahr­scheinlich ein Unter­nehmer, der seinen gesamten Außen­auftritt auf die Trumpf­karte Google und seine aus­schließ­lich dort zu findende Unter­nehmens­web­seite gesetzt hat. Uh-oh. Und nun?Google mag zwar die meist­genutzte Such­maschine sein, aber sie ver­hält sich in vielen Dingen so wie der anstren­gende Typ aus Ihrem Bekannten­kreis: Weiß von allem ein bisschen, aber nichts so richtig, und ob das alles stimmt, was er erzählt, ist sowieso fraglich. Darum haben sich heimlich, still und leise ganz andere Platt­formen etabliert, die für eine gezielte Suche deutlich bessere Ergebnisse liefern. Zwei Beispiele:Jameda – für Ärzte, Heil­praktiker, Thera­peuten und alle im medi­zinischen Feld tätigen Men­schen bietet Jameda die Mög­lich­keit, sich um­fang­reich vor­zu­stellen. Als Suchen­der können Sie ge­zielt nach Ihrer Stadt und der ge­wünsch­ten Aus­richtung des Medi­ziners, Thera­peuten etc. suchen und sehen sofort die Be­wer­tungen, die bisherige Patienten ab­gegeben haben. Auch die Aus­stattung oder Barriere­frei­heit der Praxis, die Park­mög­lich­keiten oder Warte­zeiten werden kom­mentiert, was eine Ent­schei­dung verein­facht.GULP – wer im deutsch­sprachigen Raum Free­lancer und Spezi­alis­ten aus dem IT-Be­reich sucht, sollte sich hier einmal um­schauen. Über eine Such­maske können ge­zielt diejenigen Kennt­nisse einge­geben wer­den, die der Ex­perte mitbringen soll, ebenso die Region in Deutsch­land und weitere Fak­toren, die den Weg zum Wunsch­kandi­daten ebnen können.

Heißt das nun, dass eine Unter­nehmens-Web­seite über­flüssig ist?

Nein, ganz sicher nicht: Nach wie vor suchen die Men­schen im Inter­net nach Dienst­leis­tern, Frei­beruf­lern, Produk­ten und Unter­nehmen. Und nach wie vor ist eine Web­seite eine wunder­bare Mög­lich­keit, knackig, über­sicht­lich und infor­mativ das dar­zu­stellen, was Sie können oder anbieten.Doch muss und darf Google nicht die einzige Mög­lich­keit sein, Ihre Web­site zu finden. Als Faust­regel sollten Sie an­stre­ben: Für jeden Be­sucher, der über Google auf Ihre Web­seite kommt, sollten zwei Besucher über zwei andere Quellen kommen – das em­pfiehlt das Fachmagazin Web­boosting in seiner Ausgabe #35, S. 59.
Diversi­fizie­rung ist das Zauber­wort, also ver­teilen Sie Ihre Auf­merk­samkeit und Ihre Werbe­maß­nahmen auf ganz unter­schied­liche Kanäle. In der Praxis heißt das zum Beispiel, Sie ..:
  1. ... haben eine profes­sio­nelle Webseite, die tech­nisch und text­lich einwan­dfrei ist und den An­forde­rungen von Google entspricht. Und ...
  2. ... haben eine regel­mäßig ge­pfleg­te Firmen­seite auf Facebook und schalten hier auch Wer­bung. Und ...
  3. ... tragen Ihr Unter­nehmen auf den Portalen ein, die für Ihre Branche sinn­voll sind (Jameda oder Netdoktor.com für medi­zinische Berufe, Yelp oder Stadt­branchen­bücher für Dienst­leister, …) Und ...
  4. ... werben regio­nal durch Veran­stal­tungen (Tag der offenen Tür, Jubiläum, …), in ange­sehenen Stadt­maga­zinen oder durch Aus­legen von Flyern (in erster Linie sinn­voll für Selbst­ständige, Dienst­leister etc.) Und ...
  5. ... schreiben Fach­artikel, bieten Vor­träge oder Semi­nare an und veröffent­lichen bzw. ver­linken diese über Linkedin, Xing und auf ent­sprechen­den Fach­portalen. Und ...
  6. ... sind persön­lich als Netz­werker unter­wegs und lassen sich bei Unter­nehmer­stamm­tischen, Fach­konfe­renzen, Netz­werk-Treffen und ähn­lichen Veran­stal­tungen blicken. Und ...
  7. ... erzählen Ihren Familien­mi­tgliedern, Freun­den und Bekann­ten bei passen­den Gelegen­heiten kurz und einpräg­sam, was genau Sie tun oder an­bieten und wen Sie als Kunden suchen. Wenn niemand weiß, womit Sie sich genau beschäftigen, kann Sie auch niemand empfehlen. Und ...
... es gibt noch viele weitere Mög­lich­keiten.

Kurz gesagt: Über­legen Sie sich, wie und wo Sie auf sinn­volle Weise Ihr Unter­neh­men dar­stellen können, um poten­zielle Kunden über diese Kanäle auf Ihre Web­seite zu leiten. Betrachten Sie Google als eine von vielen Mög­lich­keiten und als zusätz­liche Idee, wie Sie Kunden akqui­rieren können – nicht aber als aus­schließ­liche und allein selig­machen­de heilige Kuh, auf die sie ihr ganzes Geld setzen. So stellen Sie sicher, dass Sie auch gefun­den werden, wenn Ihre Seite zum Beispiel von Google abge­straft wird oder durch eine tech­nische Störung von Google abgeschnitten ist.
WortParade Dorothee Bluhm
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