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Gute Vorsätze umsetzen: So klappt's

https://wortparade.de/sites/default/files/pictures/gute-vorsaetze-neujahrsresolution-2015.jpg(c) www.oldskoolman.de Same procedure as last year? Same procedure as every year ...Denn wie jedes Jahr nehmen sich viele Menschen ganz viel für die kommenden 12 Monate vor. Gute Vorsätze werden gefasst und - kaum ist das neue Jahr ein paar Tage alt - auch schon wieder ver­worfen. Die beliebtesten guten Vorsätze sind: Mit dem Rauchen aufhören, abnehmen, gesünder leben und mehr Sport machen.Wie aber schaffen Sie es, vom Vorsatz zur Gewohnheit überzugehen? Wie bringen Sie es vom guten Vorsatz zum "Hurra! Ich hab's geschafft!"?Das ist gar nicht so schwer - wenn Sie diese Tricks kennen.

1.) Werden Sie konkret

Es bringt überhaupt nichts, wenn Sie Ihre Pläne so locker formulieren, wie ich das oben bereits getan habe. Wenn Sie sich sagen: "Ich will abnehmen!" ist das für Ihr Gehirn und Ihr Unter­bewusstsein nichts Konkretes. Überlegen Sie sich zuerst, wie viel Sie ab­nehmen wollen. Greifen wir mal richtig hoch und sagen wir, Sie möchten 20 kg verlieren. Das schaffen Sie natürlich nicht über Nacht, denn realistisch ist ein konstanter Gewichts­verlust von ca. 1 kg pro Monat. Also müssen Sie Ihr Ziel sozusagen aus­einander­nehmen: Sie möchten bis zum 31.12. insgesamt 12 kg abnehmen.Aber auch das ist noch nicht konkret genug. Nun überlegen Sie sich, wodurch Sie ab­nehmen möchten:zum Beispiel mehr Sport und weniger Süßig­keiten. Sie merken sofort: Auch das sind "Wischiwaschi-Pläne", die nach definitiven Aus­sagen verlangen. Ihr konkreter Plan sieht also vor: Ab Januar nehmen Sie weder Roll­treppe noch Fahr­stuhl, sondern immer und überall die Treppe. Und jedes Mal, wenn Sie etwas Süßes möchten, dann ... (essen Sie ein Stück Obst, trinken Sie eine Tasse Tee, lutschen Sie ein zucker­freies Bonbon ... ).Das sind kleine Anfänge, die Sie leicht in Ihren Tages­ablauf integrieren können und die schon schnell etwas bringen. Und genau so passen Sie andere Vorsätze an: Statt "Ich will weniger rauchen" sagen Sie sich: "Ich rauche pro Tag nur noch 5 Ziga­retten, und zwar zu folgenden Zeiten: ..."Statt: "Ich will mich gesünder ernähren" machen Sie auch hier klare Ansagen: Fleisch und Wurst gibt es nur noch zwei Mal die Woche, statt Butter kommt Quark unter die Mar­melade, vor jedem Mittag­essen gibt es einen frischen Salat, statt Chips gibt es Gemüse­sticks mit Dip ... seien Sie kreativ und überlegen Sie sich, was Sie sofort umsetzen können.

2.) Bleiben Sie positiv

Ganz wichtig: Das Unterbewusstsein kann mit den Wörtern "nicht", "kein" oder "ohne" nicht wirklich etwas an­fangen. "Ich will nicht mehr so viel fern­sehen" kommt einfach nicht an. Formulieren Sie in Ihren Vor­sätzen auf jeden Fall das, was Sie tun WERDEN, nicht das, was Sie NICHT mehr wollen!

3.) Viele kleine Schritte

Im ersten Tipp haben Sie es schon gesehen: Gehen Sie nicht gleich die gesamte Strecke. Denken Sie nicht an die 12 kg, die Sie über das ganze Jahr abnehmen wollen, die drei regel­mäßigen Sporttage pro Woche, den kompletten Ver­zicht auf die Ziga­retten oder Süßig­keiten. Das führt zwangsläufig zu Rück­schlägen und Aufgabe.Wer zum Beispiel etwas für seine Fitness tun will, sieht sich gedanklich natürlich gern beim nächsten Halb­marathon. Aber das lässt sich halt nicht ganz so einfach umsetzen - vor allem für Leute, die bisher komplett unsportlich waren. Da wird sich am 2 Januar in die alten Sport­schuhe geschmissen und es wird im Höchst­tempo drauf los gelaufen ... bis nach wenigen (hundert) Metern Lunge und Beine streiken. Die Schuhe fliegen in die Ecke und der Satz "Laufen ist nichts für mich!" ist im Ge­hirn einge­brannt. Um so einen miesen Start zu vermeiden, teilen Sie auch das Sport-Ziel wieder in kleinere Teil­ziele.Und dann nehmen Sie das erste Teilziel in Angriff: An drei Tagen in der Woche machen Sie einen halb­stündigen Spazier­gang. Je konkreter Sie die Tage planen - machen Sie ruhig feste Termine mit sich aus - desto wahr­scheinlicher ist der Erfolg. Vom Spazier­gang gehen Sie in ein zügigeres Tempo über oder erhöhen auf vier Tage in der Woche. Nach einigen Wochen sind die festen Tage ebenso bei Ihnen "ein­programmiert", wie der Wunsch, sich zu bewegen. Wenn Sie immer noch den Halb­marathon vor Augen haben, suchen Sie sich nun einen guten Trainings­plan oder schließen sich einem Lauf­treff an - so gibt es keine Gefahr, dass Sie zu schnell oder zu weit los­legen und die Ent­täuschung vorprogrammiert ist.Wenn Sie dann ein bestimmtes Ziel erreicht haben (Sie kommen pro Tag mit fünf Zigaretten aus, Sie haben das weiße Brötchen mit Butter und Schoko­creme schon lange durch ein Vollkorn­brötchen mit Quark und Pflaumenmus ersetzt, ...), dann überlegen Sie sich das nächste Teilziel. Jetzt geht es um drei Ziga­retten am Tag, um 30 min Laufen am Stück, um den Verzicht auf Industrie­zucker ... was auch immer Sie erreichen möchten, Sie unterteilen es wieder in kleine Schritte.

4.) Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen

Es lief alles so gut, und dann kam der gemütliche Abend mit den Freunden, Sie haben geraucht wie ein Schlot, am Buffet zugeschlagen und zum Nachtisch in Mousse au Chocolat gebadet. Oder eine Dienst­reise/eine Erkältung/der total volle Kalender hat dazu geführt, dass Sie schon fünf Tage nicht mehr laufen waren - und jetzt haben Sie auch gar keine Lust mehr dazu ... und nun? Vor lauter Frust stopfen Sie nun alles wieder maß­los in sich hinein, rauchen deutlich mehr oder lassen die Turn­schuhe verstauben ... stimmt's? Nein, natürlich nicht: Sie machen einfach weiter. Rück­schläge gehören dazu, wichtig ist, dass Sie sich nicht davon ab­lenken lassen. Und horchen Sie mal in Ihren Körper hinein, wie er sich an­fühlt nach der durchrauchten Nacht, dem Über­angebot an Fett und Zucker oder nach ein paar Tagen ohne Be­wegung: Wahr­scheinlich nicht wirklich gut, oder?Denken Sie jetzt bloß nicht, dass Sie "versagt" hätten oder "das sowieso nichts wird", denn das stimmt nicht. Sie sind auf dem Weg, jeder Tag bringt Sie ein Stück weiter, und nun haben Sie nur einen kleinen Umweg gemacht, das ist kein Problem. Machen Sie einfach weiter und knüpfen Sie an Ihre letzten Erfolge an, dann merken Sie, dass Sie ganz schnell wieder in der Spur sind.

5.) Suchen Sie Verbündete

Nicht jeder ist ein Einzelkämpfer. Für viele Menschen ist es ganz wichtig und sinn­voll, sich jemanden an Bord zu holen, der auf dem schwierigen Weg hilft. Ent­weder jemanden, der das gleiche Ziel hat wie Sie selbst, oder jemanden, den Sie in Ihren Plan einweihen und den Sie um Unter­stützung bitten können. Wie kann das aussehen?Wenn Sie nach Hause kommen, kann zum Beispiel der Partner oder eines Ihrer Kinder schon warten, um mit Ihnen 30 Minuten spa­zieren zu gehen - und es gibt keine Aus­rede!Die Kollegen erinnern Sie in der Kantine daran, dass Sie einen Salat vom Salat­buffet als Vorspeise essen und dass die Nudeln mit Tomaten­sauce besser sind als Spaghetti Car­bonara. Ihre Freundin lädt Sie zum Kaffee­trinken ein und hat statt zucker­süßer Muffins leckere Obst­spieße im Angebot. Und wenn Sie Ihren Büro­partner nach einer Rauch­pause fragen, antwortet der: "Lass uns in einer halben Stunde gehen, ich mache das hier eben noch fertig ..."Darum ist es auch wichtig, so vielen Menschen wie möglich in Ihrer Um­gebung von Ihrem Vor­haben zu erzählen, und auch das wieder so kon­kret wie es geht. Sagen Sie klipp und klar, was Ihr nächstes Etappen­ziel ist: "Ich trinke ab sofort meinen Kaffee ohne Zucker." So können Ihre Kollegen, Freunde und Familien­mitglieder auf der einen Seite ein Auge darauf haben und Sie notfalls daran erinnern, und probieren anderer­seits vielleicht sogar selbst einmal aus, ob das nicht eine gute Idee wäre ...Was auch immer Ihre guten Vorsätze für 2017 sind: Ich hoffe, mit diesen Tipps kommen Sie der Erfüllung ein ganzes Stück näher. Und auch, wenn Sie dieses Jahr gar keine großen Ver­änderungen planen, wünsche ich Ihnen auf jeden Fall viel Zufriedenheit, Glück und Erfolg.

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