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Sind Sie ein Jasager?

Geht Ihnen das auch oft so? Sie wissen kaum noch, wo Ihnen der Kopf steht, der Kalender ist bis obenhin voll, und Sie freuen sich auf das Wochenende. Doch Freitag ruft ein Bekannter an, der noch dringend jemanden für den Umzug braucht - und automatisch sagen Sie: "Ja, klar helfe ich, ich bin dann morgen um 8 Uhr bei dir." Sie legen auf und sind schlecht gelaunt - so viel zum Thema Ausschlafen und die Seele baumeln lassen. Warum sagen wir in solchen Situationen, in denen wir "eigentlich" ablehnen möchten, trotzdem immer wieder ja?Nun, da ist einerseits die anerzogene Höflichkeit. Einen Gefallen, eine Bitte schlägt 'man' nicht ab, das ist ungezogen.
Weiterhin rutscht man auf der Beliebtheits-Skala weit nach oben, wenn man alle Aufgaben ohne Murren erledigt.
Und letztendlich zeigt man ja auch allen, wie verlässlich und was für ein guter Arbeiter man ist:
  • Im Büro übernimmt man 'noch eben' die Präsentation für die Kollegin, die wegen des kranken Kindes eher nach Hause muss - ist doch selbstverständlich!
  • Der Chef möchte, dass Sie am Samstag für ein paar Stunden ins Büro kommen, weil der Auftrag noch fertig werden soll - na klar, sonst denkt er ja, Sie wären faul.
  • Beim Tag der offenen Tür an der Schule mithelfen und noch einen Kuchen backen? Klar, das quetschen Sie schon irgendwie rein. Und außerdem sind Sie ja sowieso schon Klassenpflegschaftsvorsitzende (... weil niemand sich gemeldet hat und der Lehrer so vorwurfsvoll guckte ...)
Sie erkennen sich wieder?Wenn Sie darin völlig aufgehen, alles mit links erledigen und sich mit Ihrer Rolle als Retter/Retterin in der Not wohlfühlen, dann können Sie jetzt aufhören zu lesen und schnell zum nächsten Termin eilen.
Wenn es Ihnen aber so geht, wie mir, und Sie öfter denken: "Ach, hätte ich das doch nicht übernommen.", dann ist es an der Zeit, das Neinsagen zu lernen.
Im ersten Teil heute schauen wir uns mal an, wie das mit den zwischenmenschlichen Beziehungen so aussieht, wenn man 'nein' sagt.Das Wichtigste, an das Sie von heute an immer denken:Sie werden um etwas gebeten - und darum dürfen Sie 'nein' sagen. Sonst wäre es ein Befehl und keine Bitte.Reagiert Ihr Gegenüber auf ein 'Nein' verständnislos oder sauer, versucht Sie zu überreden, oder ist beleidigt? Dann versucht derjenige es mit emotionaler Erpressung - bleiben Sie standhaft!
Ebenso wichtig ist Ihre eigene Haltung beim Neinsagen. Sind Sie ganz sicher, dass Sie die Bitte nicht erfüllen wollen oder können? Dann strahlen Sie das auch aus:
Eine aufrechte Haltung, straffe Schultern und ein offener Blick in die Augen des Anderen signalisieren, dass es Ihnen mit Ihrer Entscheidung ernst ist.Seien Sie trotzdem freundlich und ruhig. Ein Lächeln mildert das 'Nein' ab - so lange es kein entschuldigendes oder verlegenes Lächeln ist. Gewiefte Gesprächspartner 'wittern' dahinter sofort Unsicherheit und verlegen sich auf Diskussionen oder versuchen, Sie doch noch zu überreden.

Kennen Sie emotionale Vampire?

Befinden Sie sich öfter - und vor allem immer mit derselben Person - in Situationen, die ein 'Nein' verlangen? Überlegen Sie sich mal in einer ruhigen Minute, wie die Beziehung zu diesem Menschen aussieht:
  • Bekommen Sie etwas aus der Beziehung zurück? 
  • Tut die Gesellschaft dieser Person Ihnen gut? 
  • Oder kommt immer nur dann ein Anruf oder eine Mail, wenn Ihre Hilfe benötigt wird? 
Manchmal ist es an der Zeit, solche 'Schmarotzer-Beziehungen' zu beenden. Das mag nicht leicht sein, tut aber auf lange Sicht einfach gut. Denn sonst saugen diese emotionalen Vampire Sie schonungslos aus, benutzen Sie für ihr eigenes Seelenheil und sind doch in Wirklichkeit keinen Deut an Ihnen als Mensch interessiert. Hier ist es am allerwichtigsten, einfach mal laut und deutlich nein zu sagen.Im weiterführenden Artikel Ganz einfach nein sagen gibt es dann konkrete Hilfestellung, wie man ganz entspannt 'nein' sagen kann, ohne sich zu winden oder am Ende doch etwas zu tun, was man "eigentlich" gar nicht wollte. Und Sie dürfen mir gerne verraten, wie es bei Ihnen so mit dem 'Neinsagen' aussieht - eher problematisch? Oder sind Sie Profi?
WortParade Dorothee Bluhm
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