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Sind Werbebriefe noch zeitgemäß?

Da hat man endlich mal wieder einen richtigen Brief im Briefkasten - und dann ist es Werbung. Oder gibt es Werbebriefe, die dem Empfänger wirklich Freude machen?Na klar, die gibt es. Wie das funktioniert, lesen Sie hier.

Werbebriefe - mehr als nur Snail Mail

Als Snail Mail, Schneckenpost, hat man eine Zeitlang Post in Papierform bezeichnet, als mehr und mehr Schriftverkehr im Internet stattfand. Ist ja auch logisch, denn eine E-Mail braucht nur wenige Sekunden, bis sie beim Empfänger ist - ein per Post verschickter Brief mindestens einen Tag. Außerdem muss man den Umschlag auch noch beschriften und frankieren und zu guter Letzt auch noch in einen Postkasten werfen. Was für ein Umstand!Da ist es doch eigentlich logisch, dass Sie auch Informationen an Ihre Kunden am bequemsten per Rundmail - natürlich mit nicht sichtbarem Verteiler - in die weite Welt schicken, oder? Nicht unbedingt. Denn wenn er gut gemacht ist, erreicht ein Werbebrief Ihre Kunden auf viel nachhaltigere Weise.

Wie wird ein guter Werbebrief gestaltet?

1. Legen Sie einen Anlass festAnlässe für einen Werbebrief oder ein Direktmailing, wie es gruselig-denglisch heißt, gibt es viele: Sie haben neue Leistungen in Ihr Portfolio übernommen. Oder gleich eine ganze Firma. Ihr Unternehmen wurde erweitert, umstrukturiert oder ist umgezogen. Bestimmte Produkte werden in Zukunft nicht mehr produziert und Sie wollen den Restbestand zu günstigen Konditionen an Ihre Stammkunden verkaufen. Vielleicht möchten Sie auch einfach die Kunden, von denen Sie lange nichts mehr gehört haben, an sich erinnern. Sie haben einen neuen Internetauftritt und einen neuen Flyer, planen einen Tag der offenen Tür ... Sie sehen: kaum eine Situation, die sich NICHT für einen Werbebrief eignet. 2. Ermitteln Sie Ihre Zielgruppe und den ZweckAngenommen, Sie haben Ihr Unternehmen umstrukturiert, eine Ausstellung eingerichtet und bieten jetzt neue Leistungen an. Wer genau soll das erfahren - alle Ihre Kunden, ausnahmslos? Nur die Kunden, von denen Sie seit mehr als einem Jahr nichts mehr gehört haben? Oder ganz im Gegenteil, nur Ihre besten und treuesten Stammkunden? Überlegen Sie sich genau, was Sie mit dem Werbebrief bezwecken wollen: schlafende Kunden aufwecken? Stammkunden Vorteile verschaffen? Einfach mal Ihre gesamte Kundendatei informieren? So finden Sie heraus, an wen Ihr Werbebrief gehen und was er bewirken soll und können die entsprechenden Kundendaten aus Ihrer Datenbank separieren.3. Sprechen Sie kundischJetzt kann es etwas knifflig werden: Welche Sprache sprechen Ihre Kunden? Hier werden Sie merken, dass eine sehr große Kundengruppe die Antwort schwieriger macht. Wenn zu Ihrer Zielgruppe zum Beispiel der 68jährige Seniorchef eines renommierten, tradtionellen Unternehmens ebenso gehört wie der 25jährige Existenzgründer einer aufstrebenden Kreativ-Agentur, dann ist es schon ziemlich schwierig, einen Ton zu treffen, der beide gleichermaßen anspricht. Denn was bei dem einen als vertrauenbildend auf Wohlwollen stößt, fliegt bei dem anderen vielleicht als unendlich lahm in den Papierkorb. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, die Zielgruppe weiter zu unterteilen und sich für zwei Werbebriefe zu entscheiden. So können Sie einmal eher traditionell und einmal etwas lockerer formulieren, ohne jemanden zu verprellen.4. Denken Sie an Ihre alten AufsätzeWas hat Ihr Deutschlehrer (oder Ihre Deutschlehrerin) immer gepredigt? Einleitung, Hauptteil, Schluss. Und wer hätte das gedacht: Er oder Sie hat Ihnen wirklich was fürs Leben beigebracht, denn das gilt auch für Werbebriefe. In der Einleitung geht es knackig und interessant darum, warum Sie überhaupt schreiben. Wählen Sie einen Start, der neugierig macht, im Sinne von: "100 Tage Blut, Schweiß und Tränen, aber endlich ist es so weit ..." Eine Aussage in Richtung: "Unser gesamtes Team ist glücklich und stolz, Ihnen unseren neuen Anbau vorstellen zu dürfen, der nach gut drei Monaten intensiver Arbeit ... gähn ..." wird den Leser eher dazu motivieren, die Rückseite Ihres Schreibens als Einkaufszettel zu nutzen. Also, eine pfiffige Einleitung in der Sprache Ihrer Zielgruppe muss her. Im Hauptteil geben Sie dann zwei bis drei Informationen zu den neuen Leistungen, der tollen Ausstellung, dem neuen Gesicht im Führungsteam ... und wenn Sie mehr zu sagen haben, nutzen Sie Aufzählungszeichen. Denn die machen einen Text
  • übersichtlich,
  • strukturiert,
  • aufgelockert und
  • besser verständlich.
Generell gilt aber: Packen Sie nicht sämtliche Informationen in den Brief. Nehmen Sie die drei wichtigsten und fordern Sie dann im Schlussteil den Kunden zum Handeln auf. 5. Sagen Sie dem Kunden, was er tun sollDer Kunde soll ja nicht Ihren Brief lesen, sich denken "ach, wie nett!" und dann wieder zur Tagesordnung übergehen. Er soll handeln, mit Ihnen Kontakt aufnehmen, sich weiter informieren. Sagen Sie dem Kunden was er tun soll:
  • Ihre Ausstellung besuchen
  • Sie anrufen und einen Termin vereinbaren
  • Auf Ihre neue Webseite gehen
  • Weitere Informationen anfordern
  • Den beigefügten Prospekt anschauen
  • Bei einem Gewinnspiel mitmachen 
  • ...
Egal, welche Reaktion Sie erwarten, stoßen Sie die Kunden mit der Nase darauf. Und am besten ohne "würde, könnte, hätte", sondern ganz deutlich: "Ich freue mich auf Ihren Anruf."6. Nutzen Sie zwei kleine BuchstabenP und S, ziemlich weit hinten im Alphabet und doch im Werbebrief ganz schön wichtig: Als PS nutzen Sie noch einmal Ihre Chance, den Kunden so richtig anzutriggern. Denn im Leseverhalten fliegt der Blick meistens nach der Anrede und der Betreffzeile direkt bis ganz nach unten, weil man sehen will, wie lang der Text denn überhaupt ist. Daher fällt das PS sofort ins Auge - vor allem, wenn es noch fett oder kursiv gedruckt ist. Überlegen Sie sich diesen Satz also besonders gut: Was soll der Leser hier erfahren, wissen, machen? Vielleicht möchten Sie auch freundlich Druck ausüben und schreibenPS: Wenn Sie zu den ersten 25 Anrufern gehören, ... (passiert etwas ganz Großartiges)Nehmen Sie sich Zeit zum Formulieren des Postscriptums, denn hier können Sie noch mal richtig punkten.7. Treffen Sie mit dem BetreffHaben Sie sich schon gefragt, wann es wohl mal um die Betreffzeile geht? Ganz zum Schluss. Denn die erste und wichtigste Zeile im Brief formulieren Sie wirklich am besten erst, wenn der gesamte Brief fertig ist. Die Betreffzeile ist sozusagen die Quintessenz des Briefs, soll den Leser sofort umhauen, begeistern, neugierig machen und dazu bringen, dass er den Brief lesen will. Das ist die hohe Kunst des Schreibens, und daher brüten Sie nicht direkt am Anfang darüber, sondern erst dann, wenn der Text steht und alles rund ist. Denn dann sollte Ihnen auch eine Betreffzeile einfallen, die genau passt.8. Werden Sie persönlichWer wird Ihren Brief öffnen: Der Adressat selbst oder seine Assistenz, die die Tagespost vorsortiert? Das sind zwei völlig unterschiedliche Empfänger, die Sie hier überzeugen müssen. Immer eine schöne Idee ist es, den Briefumschlag von Hand zu adressieren. Das wird natürlich schwierig, wenn Sie an wirklich viele Leute schreiben. Trotzdem ist ein von Hand geschriebener Briefumschlag ein echter Hingucker im Briefkasten oder in der Post. Manchmal macht so eine Kleinigkeit den Unterschied zwischen "Schon wieder Werbung!" und "Oh, wie schön, ein Brief an mich!". Und diese Grundstimmung, in der Ihr Werbebrief geöffnet wird, beeinflusst natürlich, wie Ihr Leser den Inhalt aufnimmt.Fazit: Werbebriefe sind sinnvoll, machen aber Arbeit. Richtig eingesetzt, richtig strukturiert, richtig formuliert erreichen Sie mit einem Werbebrief genau Ihre Zielgruppe und führen diese zu genau der beabsichtigten Handlung. Dafür ist präzise Vorarbeit nötig, damit Sie keine Chancen verspielen. Wenn Sie also gerne einen Werbebrief einsetzen möchten aber befürchten, dass das zu kompliziert ist, unterstütze ich Sie gern. Rufen Sie mich einfach an oder schreiben mir. Ob E-Mail oder Brief, ich freue mich darauf.

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